Der VDHC-Rat für die Praxis
Digitalisierung schafft neue Chancen – aber auch neue Risiken. Denken Sie Informationssicherheit deshalb nicht erst dann mit, wenn etwas passiert, sondern von Anfang an als festen Bestandteil Ihrer Prozesse und Systeme.
IT-Sicherheit beginnt dabei nicht in der IT-Abteilung, sondern bei der Unternehmensleitung. Orientieren Sie sich an etablierten Standards, schaffen Sie klare Prozesse und sensibilisieren Sie regelmäßig Ihre Mitarbeiter. Denn die beste Technik hilft wenig, wenn das Bewusstsein für Sicherheit im Unternehmen fehlt.
Kurz gesagt: Digitalisierung braucht Sicherheit – und Sicherheit beginnt beim Management.
Das Beispiel Syngenity
Als führendes Beratungshaus im Bereich TISAX® mit den Spezialwissen Prototypenschutz wächst die Syngenity GmbH schneller als der allgemeine Beratungsmarkt. Besonderheit des inhaber-geführten Unternehmens ist das Wachstum ohne Fremdkapital.
Mit Gründung 2019 wurde die Syngenity GmbH schnell führend im Bereich Automotive Cyber Security und hat derzeit Standorte in Deutschland, Schweiz und USA.
Syngenity war Teilnehmer an der Podiumsdiskussion der Unternehmer auf dem 7. Bayerischer China-Tag 2021 – hier wurden folgende Fragen zum Thema „Welchen Stellenwert hat die Digitalisierung für die Wirtschaft der Zukunft?“ diskutiert:
Frage 1: Wie sieht Syngenity die Digitalisierung in der Wirtschaft?
Lassen Sie mich zunächst kurz vorstellen, wer oder was Syngenity ist, damit klarer wird, aus welchem Blickwinkel wir auf das Thema Digitalisierung schauen.
Syngenity ist ein modernes und agiles Start-up im Bereich der Informationssicherheit. Unser Anliegen ist es, dass die digitalen Werte der Unternehmen gut vor fremden Zugriffen geschützt sind. Wir beraten Unternehmen, wie sie sich prozessual und technisch aufstellen müssen, ihre IT sicher zu machen, wobei an dieser Stelle darauf hingewiesen sei, dass ein 100%iger Schutz niemals erreicht werden kann. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf internationalen Normen und Standards wie z.B. der ISO 27001 oder TISAX® vom VDA (Verband der Automobilindustrie). Ich, Sven Bartelsen, habe über 20 Jahre Erfahrung in der IT der Automobilindustrie, in der ich als Software-Entwickler begonnen habe und über viele Stationen schließlich als geschäftsführender Gesellschafter der Syngenity angekommen bin. D.h., mein Blick auf die Digitalisierung ist vornehmlich ein technischer, aber auch ein prozessualer.
Doch nun zur eigentlichen Beantwortung der Frage:
Die Digitalisierung eröffnet den Unternehmen nie dagewesene Möglichkeiten: Weltweite Vernetzung, mehr Transparenz in den eigenen Unternehmensprozessen und somit bessere Unternehmensentscheidungen können realisiert werden, sofern man bereit ist, diesen Weg mitzugehen. Digitalisierung in zunehmendem Umfang ermöglicht allerdings auch den Missbrauch von IT-Systemen und deren Daten von innen heraus und von außen. Wir von Syngenity sehen es daher als notwendig an, Unternehmen bei ihrem Weg in der Digitalisierung hinsichtlich der Informationssicherheit zu begleiten. Die Sicherheit von Daten und Systemen muss möglichst früh in die Prozesse und Systeme integriert werden, und das ist unser Ansatzpunkt.
Frage 2: Wie können Unternehmen ihre Systeme und Daten schützen?
Antwort 2: Zunächst einmal ist es entscheidend, dass jedes Unternehmen bzw. deren Leitung ein Bewusstsein für IT-Sicherheit entwickelt. Ohne das Management kann man hier leider gar nichts erreichen. Das ist nicht nur eine möglicherweise triviale Aussage, sondern tatsächlich die Erfahrung aus der Praxis. Also, erst wenn die Unternehmensleitung hinter der IT-Sicherheit steht, können die nächsten Schritte gemacht werden, denn dann können die notwendigen Anpassungen an den Systemen und Prozessen im Unternehmen definiert, umgesetzt und ausgerollt werden. Die spannende Frage ist dann, wie ein Unternehmen konkret mehr IT-Sicherheit erreichen kann. Unsere Empfehlung ist, dass man sich an etablierten Standards orientiert wie z.B. der ISO 27001 oder dem TISAX® in der Automobilindustrie.
Frage 3: Wie genau helfen die Standards wie die ISO 27001 oder TISAX®?
Antwort 3: Diese Standards sind international anerkannt und decken ein breites Spektrum an Themen ab, die ein Unternehmen berücksichtigen sollte bzw. muss, um ein vernünftiges Maß an IT-Sicherheit zu erlangen. Bei der Einführung solcher Standards sind im Unternehmen prozessuale und in der Regel auch technische Anpassungen vorzunehmen. D.h., man entwickelt die eigenen Abläufe hinsichtlich IT-Sicherheit weiter. Es ist also eine Art Evolution. Wir von Syngenity sind diejenigen, die den Unternehmen die Anforderungen aus dem Standards erklären und pragmatisch mit einer ganzen Reihe von Vorlagen in die Unternehmensprozesse integrieren. Ziel muss nämlich sein, dass die Änderungen nicht als Last und Mühsal empfunden, sondern als sinnvolle Schutzmaßnahmen verstanden werden. Ganz wichtig sind dabei auch die Schulungen für alle Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter müssen bzgl. der Informationssicherheit regelmäßig sensibilisiert werden, denn viele, viele Angriffe von außen zielen im ersten Schritt auf die Mitarbeiter ab. Ist man in der Lage das damit verbundene Risiko deutlich zu reduzieren, hat man schon viel gewonnen.
Als Fazit sei nochmal kurz gesagt, dass wir von Syngenity viel Gutes und viel Potenzial in der Digitalisierung sehen. Es ist halt zusätzlich darauf zu achten, dass man sich dabei sicher aufstellt.


